Teilnehmerinformation

Information zur Teilnahme an der CovSocial „Online-Erhebung von sozialem Zusammenhalt und psychischer Gesundheit während der SARS-CoV-2-Pandemie”

Bitte lesen Sie diese Information sorgfältig durch und entscheiden anschließend, ob Sie an dieser Studie teilnehmen möchten. Ihre Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig. Sie haben zu jeder Zeit die Möglichkeit, ohne die Angabe von Gründen von der Studie zurückzutreten, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen.

Die Studie wurde von der Ethik-Kommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin zustimmend bewertet. Diese Studie wird durch die Max-Planck-Gesellschaft und die Berlin University Alliance mit den Institutionen Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt und finanziert.

1. Zweck der Studie

Ziel dieser Studie ist es, das emotionale Erleben und soziale Verhalten in der Berliner Bevölkerung während der SARS-CoV-2-Pandemie zu untersuchen. Die SARS-CoV-2-Pandemie ist nicht nur eine infektiologische, sondern auch eine psychologische Krise, die viele Menschen durch erhebliche Veränderungen des gewohnten sozialen oder beruflichen Alltags unter Stress setzt. Uns interessiert besonders, welche Faktoren Sie während der Krise bisher als besonders belastend und welche Sie als besonders unterstützend wahrgenommen haben. Hierdurch möchten wir verstehen, welche psychologischen oder sozialen Faktoren hilfreich sind, um eine solche Pandemie und ihre Konsequenzen in Zukunft zu bewältigen und welche Faktoren uns eher empfindlich für Stress und psychische Belastung während einer solchen Zeit werden lassen.

Zu einem späteren Zeitpunkt nach dieser Studie planen wir, Eigenschaften, die in besonderer Weise stressanfällig oder stressresistent machen, noch näher zu untersuchen. Hierzu würden wir gerne ggf. wieder auf Sie zukommen. Wir bitten daher auch um Ihr Einverständnis, wieder mit Ihnen Kontakt aufnehmen zu dürfen.

2. Voraussetzungen zur Teilnahme an der Studie

Wir haben nach dem Zufallsprinzip Bürger*innen aller Berliner Bezirke über das Berliner Melderegister ausgelost, die zwischen 18 und 65 Jahren alt sind. Voraussetzung zur Teilnahme sind ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, um Fragebögen zu eigenen Emotionen und Verhalten bearbeiten zu können.

3. Ablauf der Studie

Die Studie besteht aus Fragen, die online, also am Computer, beantwortet werden. Zunächst werden wir Ihnen einige allgemeine Fragen zu Ihrer Person stellen, beispielsweise zu Ihrer Wohn- und Lebenssituation. Dann folgen Fragen zu verschiedenen psychologischen Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Sie als ganz typisch für sich bezeichnen würden und die Sie als Person auszeichnen. Anschließend möchten wir gerne wissen, wie Sie sich vor der Pandemie gefühlt haben, also zu Anfang des Jahres 2020 (Januar 2020). Anschließend werden wir Sie bitten, Angaben zu Ihrem Erleben zu Beginn und während des Lockdowns (Mitte März bis Mitte April 2020) zu machen. Schließlich befragen wir Sie zur Zeit unmittelbar nach Beginn der ersten Lockerungen (Juni 2020). Der Fokus der Fragen liegt auf emotionalem Erleben und Stress, Stressbewältigung, sozialem Verhalten in Bezug auf andere Menschen, der Nutzung von digitalen Medien sowie auf Ihrem gesundheitsbezogenen Verhalten. Die Teilnahme wird insgesamt ungefähr 1-3 Stunden dauern. Sie können die Fragen auch zu verschiedenen selbst gewählten Zeiten beantworten, dabei wird Ihr Zwischenstand immer gespeichert.

Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir 5 iPADs. Die Verlosung wird nach Abschluss der Erhebungsphase, voraussichtlich im Oktober 2020, erfolgen.

4. Mögliche Risiken

Die Fragen der CovSocial Studie bergen keinerlei Risiken, außer dass sie zu einer Reflektion über Ihre persönlichen Erfahrungen während der Corona-Krise beitragen können.

5. Nutzen der Studie für die Allgemeinheit

Die Ergebnisse, die wir hieraus gewinnen, ermöglichen uns, in Zukunft Präventionsansätze zur Unterstützung der psychischen Gesundheit in der Bevölkerung gezielt einzusetzen und als Gesellschaft auf solche schweren Krisen besser vorbereitet zu sein. Für Sie als Studienteilnehmer*in ergibt sich aus der Teilnahme an dieser Studie jedoch kein direkter Nutzen.

6. Datenschutz

Für die Datenverarbeitung verantwortlich im Sinne des Datenschutzrechts sind die Studienleiter*innen (Prof. Dr. Mazda Adli, Prof. Dr. Tania Singer), deren Kontaktdaten unten genannt sind.

Weiterhin finden Sie unten die Kontaktdaten der Datenschutzbeauftragten der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Max-Planck-Gesellschaft.

Die für die Studie geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes nach EU-DSGVO sowie des Berliner Landesdatenschutzgesetz werden für alle personenbezogenen Daten erfüllt. Die Sie kenntlich machenden (identifizierenden) Daten, die wir zu einer erneuten Kontaktierung und für die Erstellung eines Login-Accounts abfragen, werden von den Forschungsdaten getrennt. Die Forschungsdaten (Fragebogendaten) werden über eine Web-Anwendung erhoben, die von der Digitalagentur CosmoCode programmiert wurde und die auf einem Forschungsserver der Max-Planck-Gesellschaft läuft. Alle im Rahmen der Studie erhobenen, personenbezogenen Daten werden pseudonymisiert (verschlüsselt). Auf einer separaten Liste werden die Sie identifizierenden Daten und das Pseudonym auf einem Server der Max-Planck-Gesellschaft gespeichert. Zugriff hierauf hat ausschließlich die Studienleitung. Die pseudonymisierten Forschungsdaten werden den jeweiligen Forschungspartner*innen auf einem zusätzlichen Server der Max-Planck-Gesellschaft für statistische Analysen zur Verfügung gestellt. Der Zugriff auf die Daten erfolgt dabei über einen verschlüsselten Kanal.

Die Einwilligungserklärung wird in elektronischer Form auf einem Server der Max-Planck-Gesellschaft aufbewahrt. Eine Re-Identifizierung erfolgt nur, wenn dies erforderlich ist, zum Beispiel, um Ihre Rechte zu wahren oder um die Plausibilität der Studienergebnisse zu prüfen.

Verantwortlich für die Verarbeitung ist die Projektleitung unter Prof. Mazda Adli (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Campus Mitte, Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Prof. Tania Singer (Social Neuroscience Lab, Max-Planck-Gesellschaft), die in gemeinsamer Verantwortung mit den unten aufgeführten Kooperationspartner*innen die Forschungsdaten erhebt und analysiert.

Nach Beendigung der Studie werden alle Daten nach den derzeit gültigen Richtlinien für 10 Jahre archiviert. Nach diesem Zeitraum wird der Codeschlüssel, der es erlaubt, Ihre studienbezogenen Daten mit Ihrer Person in Verbindung zu bringen, gelöscht. Ihre studienbezogenen Daten sind ab diesem Zeitraum nur noch in pseudononymer Form gespeichert. Sofern Sie nicht innerhalb von 10 Jahren nach Ihrer Studienteilnahme Ihre Einwilligung zurückziehen, werden Ihre studienbezogenen Daten in pseudononymer Form noch so lange aufbewahrt und analysiert, wie sie einen wertvollen Beitrag zum Verständnis von emotionalem Erleben, Stress und Bewältigungsstrategien während einer pandemiebedingten Krise leisten.

Im Falle einer Veröffentlichung von Studienergebnissen bleibt Ihre Identität unbekannt oder vertraulich. D.h. eine Zuordnung der Daten zu Ihrer Person ist außerhalb des Studienzentrums durch die Studienleitung nicht möglich, und es ist auch nicht aus den Daten ersichtlich, dass Sie an einer Untersuchung teilgenommen haben.

Sie haben das Recht auf Auskunft (einschließlich einer unentgeltlichen Kopie) über alle vorhandenen personenbezogenen Daten über Sie. Sie haben auch das Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten. Weiterhin haben Sie das Recht, jederzeit Ihre Einwilligung in die Datenverarbeitung zu widerrufen; im Falle eines solchen Widerrufs können Sie die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen. Zur Wahrnehmung dieser Rechte wenden Sie sich bitte an die Studienleitung. Die Adresse und Telefonnummer der Studienleitung finden Sie unten.

Sie haben auch ein Beschwerderecht bei der für den Datenschutz zuständigen Aufsichtsbehörde: die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit oder das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA). Die Kontaktdaten finden Sie unten.

7. Versicherungsschutz

Es wurde keine spezielle Teilnehmendenversicherung für diese Studie abgeschlossen. Die an der Studie beteiligten Mitarbeiter*innen der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Max-Planck-Gesellschaft, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin sind durch die Betriebshaftpflichtversicherung der jeweiligen Einrichtung gegen Haftpflichtansprüche, welche aus ihrem schuldhaften Verhalten resultieren können, versichert.

8. Widerruf der Einwilligung

Sie können Ihre Einwilligung zur Speicherung und Nutzung Ihrer Daten jederzeit widerrufen, ohne dass Ihnen Nachteile daraus entstehen. Beachten Sie bitte, dass die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung Ihrer Daten nicht berührt wird, Art. 7 Absatz 3 DS-GVO. Das heißt, dass die Daten, die bereits in wissenschaftliche Auswertungen eingeflossen sind, nicht von dem Widerruf berührt sind. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Einwilligungserklärung im Anschluss an diese Teilnehmerinformation.

Außerdem haben Sie jeweils das Recht

  • auf Auskunft über alle zu Ihrer Person verarbeiteten und gespeicherten Daten sowie der Empfänger, an die Daten weitergegeben werden oder wurden, Art. 15 DS-GVO;
  • auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten, Art. 16 DS-GVO;
  • auf Datenportabilität. Darunter versteht man die Übertragung Ihrer uns zu Forschungszwecken überlassenen Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format, Art. 20 DS-GVO, z. B. an Ihre/n behandelnde/n Arzt/Ärztin, sofern wir diese Daten aufgrund Ihrer Zustimmung erhoben haben oder Sie uns die Daten aktiv überlassen haben;
  • der Weiterverarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu widersprechen, die ohne Ihre Einwilligung aufgrund eines öffentlichen Interesses oder zur Wahrung berechtigter Interessen der Verantwortlichen erfolgt ist. Der Widerspruch einer Weiterverarbeitung ist zu begründen, sodass deutlich wird, dass besondere in Ihrer Person begründete Umstände das vorgenannte Interesse an einer Weiterverarbeitung überwiegen, Art. 21 DS-GVO;
  • auf Löschung unter der Voraussetzung, dass bestimmte Gründe vorliegen. Dies ist insbesondere der Fall bei unrechtmäßiger Verarbeitung oder wenn die Daten zu dem Zweck, zu dem sie erhoben oder verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig sind, Sie die Einwilligung widerrufen und eine anderweitige Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung nicht gegeben ist oder anstelle des vorbenannten Widerspruchs nach Art. 21 DS-GVO unter den dort genannten Voraussetzungen. Sofern die Löschung die Ziele eines im wissenschaftlichen Interesse durchgeführten Forschungsprojektes zunichtemachen oder wesentlich erschweren würde, besteht kein Recht auf Löschen, Art. 17 Absatz 3 DS-GVO. Nach Ablauf einer Aufbewahrungszeit von 10 Jahren werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht;
  • auf Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten, insbesondere wenn die Verarbeitung unrechtmäßig ist und Sie die Einschränkung anstelle des Löschens verlangen (siehe dort) oder solange streitig ist, ob die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig erfolgt, Art. 18 DS-GVO.

9. Fragerecht

Zur Wahrnehmung der vorgenannten Rechte oder bei Fragen zum Ablauf der Studie oder zum Datenschutz wenden Sie sich bitte jederzeit an die Studienleitung:

Prof. Dr. med. Mazda Adli
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Campus Mitte
Charité - Universitätsmedizin Berlin Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Telefon: 030/450-517296
E-Mail: mazda.adli@charite.de

Prof. Dr. phil. Tania Singer
Social Neuroscience Lab Max-Planck-Gesellschaft Campus Nord, Haus5 Humboldt-Universität zu Berlin
Philippstrasse 13 10099 Berlin
E-Mail: singer@social.mpg.de

Bei Anliegen zur Datenverarbeitung und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen können Sie sich auch an die Stabsstelle Datenschutz der Charité – Universitätsmedizin Berlin oder an die Datenschutzbeauftragte der Max-Planck-Gesellschaft wenden:

Stabsstelle Datenschutz
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charitéplatz 1, 10117 Berlin Telefon: +49 30 450 580016 E-Mail: datenschutz@charite.de

Datenschutzbeauftragte der Max-Planck-Gesellschaft Heidi Schuster, Hofgartenstraße 8, 80539 München Telefon: +49 (89) 2108-1554 E-Mail: datenschutz@mpg.de

Für den Fall, dass Sie eine Datenverarbeitung für rechtswidrig halten, haben Sie die Möglichkeit, bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für die Charité – Universitätsmedizin Berlin oder die Max-Planck-Gesellschaft Beschwerde einzureichen:

Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Friedrichstraße 219 10969 Berlin
Telefon: +49 30 13889-0
Fax: +49 30 2155050
E-Mail: mailbox@datenschutz-berlin.de

Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)
Postfach 1349
10969 Berlin
Telefon: +49 (0) 981 180093-0
Telefax: +49 (0) 981 180093-800
E-Mail: poststelle@lda.bayern.de

10. Ethisch-rechtliche Grundlagen

Diese Studie wird unter Berücksichtigung der Richtlinien der Deklaration von Helsinki zur biomedizinischen Forschung am Menschen in der revidierten Fassung von Hongkong, den Grundsätzen für die ordnungsgemäße Durchführung der klinischen Prüfung sowie den Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft durchgeführt. Das Projekt entspricht den ICH-Guidelines für Good Clinical Practice sowie dem Memorandum für Gute Wissenschaftliche Praxis der DFG.

Der Studienplan, nach dem diese Studie durchgeführt wird, wurde der zuständigen Ethikkommission zur Begutachtung vorgelegt und von ihr bewilligt. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Campus Mitte verpflichtet sich, alle oben genannten Einschränkungen bei der Durchführung der Studie einzuhalten. Das Datenschutzkonzept folgt der EU- Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) und dem Berliner Datenschutzgesetz (BlnDSG).

Das Studienteam erreichen Sie per Mail unter: info@covsocial.de

Projektleitung:
Prof. Dr. med. Mazda Adli | Prof. Dr. Tania Singer

Kooperationspartner*innen:

Prof. Dr. Christine Heim (Institut für Medizinische Psychologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin) | Prof. Dr. Felix Blankenburg (Neurocomputation and Neuroimaging Unit, Freie Universität Berlin) | Prof. Dr. Sonia Entringer (Institut für Medizinische Psychologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin) | Prof. Dr. Manuel Voelkle (Institut für Psychologie, Humboldt- Universität zu Berlin) | Prof. Dr. Elisabeth Binder (Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München)

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